21. 04. 2018

Erst seit einigen Jahren besteht die Möglichkeit für alle jungen Männer und Frauen ihr Freiwilliges Soziales Jahr oder ihren Zivildienst in Sportvereinen und so auch im VfR Seebergen-Rautendorf zu absolvieren.

Im Jahre 2005 durchlief André Kimmig als erster diese Funktion. Beide Seiten (Vorstand und André selber) konnten ihre ersten Erfahrungen sammeln.


Mario Ziegenbalg folgte André Kimmig im Jahre 2006 als Zivildienstleistender. Auch Mario war eine große Bereicherung für alle Sparten des VfR Seebergen-Rautendorf. Da seine bevorzugte Sportart das Turnen war und ist, konnte sich inspesondere die Turnanbteilung über ihn als qualifizierten Turner freuen. Jedoch kam nach und nach die Begeisterung des Unihockeys hinzu, sowohl als Coach, als auch als ambitionierter Spieler.


Im Sommer 2007 trat ich, Klaas Minnermann, für 11 Monate in das Leben des FSJlers im VfR Seebergen-Rautendorf. Ich begeisterte mich schon in frühen Jahren für die aktive Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Sport, besonders im Unihockey. Diese Tatsache hat mich dazu bewogen FSJler zu werden.

Zivildienstleistende März 2008
Klaas Minnermann, André Kimmig, Mario Ziegenbalg

 

Das Aufgabenfeld eines FSJler ist breit gefächert. Zum einen ist man beschäftigt mit der Organisation und Durchführung von Sportturnieren oder -festen, wie ein Unihockey-Weihnachtsturnier, den Seeberger Kleinfeld-Cup, die Fußball-Sportwoche etc. Zum anderen kümmert man sich um die Anleitung von Jugendlichen und Kindern beim Training und bei Wettkämpfen in den verschiedenen Sportarten bzw. Sparten. Durch die drei vorhandenen Sparten im Verein ist die Möglichkeit gegeben, ein breites Spektrum an verschieden Aufgaben zu erledigen, Erfahrungen zu sammeln und mit Menschen umzugehen. Als selber aktiver Fußballer und Unihocker fiel mir in diesen Sparten der Einstieg leicht, jedoch konnte ich mich auch an das Turnen gewöhnen, fühle mich da sehr wohl und habe schon einiges lernen können. Bezüglich der Sportstunden bekam ich die Gelegenheit die verschiedenen Trainingseinheiten zu planen und zu gestalten. Zusätzlich kommen (speziell im VfR Seebergen-Rautendorf) die Sportplatzpflege und verwaltungstechnische Aufgaben, wie Briefe verfassen, Flyer erstellen etc. dazu.
Im Laufe des Freiwilligen Sozialen Jahres besteht außerdem die Möglichkeit Qualifikationen im Bereich des Sports, z.B. die Jugendleiter- oder Übungsleiterlizenz, zu erwerben.
Das FSJ wird als ganztägige Tätigkeit geleistet. Die Gestaltung der Arbeitszeit richtet sich nach dem Arbeitsablauf im Sportverein und wird mit einem selber abgestimmt. Die Wochenarbeitszeit beträgt ca. 38,5 Stunden. Als Arbeitgeber fungiert für den FSJler im VfR Seebergen-Rautendorf der ASC Göttingen. Zudem stehen Bildungsseminare über 25 Tage an, die vom Gesetz verpflichtend vorgeschrieben sind. In der Regel ist dies neben einem Einführungs-, Aufbau- und Abschlussseminar die Teilnahme an einer speziellen Übungsleiterausbildung mit Erwerb der Übungsleiterlizenz.


Meine persönlichen Erfahrungen waren bisher stets positiv und ich konnte diesem Abschnitt meines Lebens bis jetzt sehr viel Gutes abgewinnen. Deswegen möchte ich jedem raten, der sich die Arbeit als FSJler im Sportverein des VfR Seebergen-Rautendorf vorstellen kann, es ruhig auszuprobieren. Es lohnt sich!

Klaas Minnermann